Was sind Ess-Störungen?
Und für alle gilt: Ess-Störungen sind psychische Störungen, bei denen der Verzicht aufs Essen oder das übermäßige Essen Suchtcharakter angenommen hat. Ess-Störungen können Mädchen und Jungen, Frauen und Männer gleichermaßen treffen: Während Magersucht und Ess-Brech-Sucht bei Mädchen und Frauen häufiger zu beobachten sind als bei Jungen und Männern, sind Übergewicht und Ess-Sucht mit Ess-Attacken bei beiden Geschlechtern gleichermaßen zu finden.Ess-Störungen können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Sie können ein Leben beherrschen oder scheinbar reibungslos in den Alltag integriert sein. Übergänge und Wechsel zwischen den Ess-Störungen (von Bulimie zu Magersucht und umgekehrt, von Bulimie zu Ess-Attacken und selten umgekehrt) sind möglich. Ess-Gestörte sind innerlich oft sehr stabil und belastbar, in schweren Zeiten und Krisen können sie aber auch einbrechen - vom Abmagern bis an die Todesschwelle bis hin zum Suizid. Ess-Störungen treten nicht selten gemeinsam mit hohem Tabletten- (Abführmittel, Appetitzügler) oder Alkoholkonsum auf.
Ess-Störungen beginnen meist in der Pubertät und im jungen Erwachsenenalter und können
